Galerie-Browser: 177 Screenshots in der Auflösung von damals
Der Galerie-Browser führt alle 23 Bildstrecken zusammen, deren Bilddateien sich wiederherstellen ließen – 177 Aufnahmen, 104 davon in der vollen Auflösung von damals. Der Rest des Bestands; das Ressort Bildstrecken verzeichnet ihn vollständig, existiert nur noch als Eintrag: bei Bildmaterial ist die Verlustquote über zwei Jahrzehnte deutlich höher als bei Text, und was fehlt, wird hier als fehlend ausgewiesen statt still übergangen.
Die Regel hinter der Darstellung ist einfach und unbequem: angezeigt wird, was die Redaktion ausgeliefert hat. Keine Hochskalierung, keine Nachschärfung, keine neu berechnete Kompression. Ein Screenshot von 2005 wurde für Seiten gemacht, die auf 1024 Pixel Breite ausgelegt waren, und für Anschlüsse, bei denen jedes Kilobyte zählte. Beides sieht man, und beides gehört zum Dokument. Eine geglättete Fassung sähe besser aus und wäre als Beleg schlechter, weil sie eine Bildqualität behauptet, die das Spiel auf einem Bildschirm jener Jahre nicht hatte.
Eine Ausnahme gibt es, und sie ist gekennzeichnet: Strecken, die nur als Vorschaubild erhalten sind, werden in der Darstellung pixelgenau verdoppelt. Verdoppelt heißt: jeder Bildpunkt wird zu vier identischen, ohne Zwischenwerte, ohne Weichzeichnung. Die Vergrößerung bleibt dadurch als Vergrößerung sichtbar, statt Detail vorzutäuschen, das die Datei nicht enthält – dieselbe Entscheidung, die Emulatoren seit Jahren treffen, wenn sie alte Bildschirminhalte auf moderne Displays bringen.
Woher die Unterschiede innerhalb einer Strecke kommen, lohnt einen zweiten Blick. Screenshots entstanden in dieser Zeit auf zwei Wegen. Der eine ist die Aufnahme in der Redaktion: eigene Hardware, eigene Einstellungen, oft mitten im Spielverlauf und entsprechend unaufgeräumt, mit Interface, mit Kompressionsartefakten, gelegentlich mit dem Chat-Fenster einer Beta im Bild. Der andere ist das Pressematerial des Publishers: ausgewählt, auf besserer Hardware entstanden als der Käufer sie hatte, und in einigen Fällen aus einer Version, die so nie erschien. Wo eine Strecke auffällig gleichmäßig wirkt, ist meist das der Grund.
Bedient wird der Browser so: ein Klick auf ein Bild öffnet die Großansicht, die Pfeiltasten blättern durch die Strecke, Escape schließt sie. Auf Berührungsgeräten übernehmen die Schaltflächen unter dem Bild diese Aufgabe, und der Zähler zeigt die Position innerhalb der Strecke. Ohne aktiviertes Skript bleibt jede Strecke eine gewöhnliche Bildliste – jedes Vorschaubild ist ein direkter Verweis auf die Datei, und es gibt keinen Inhalt, der nur mit Skript erreichbar wäre.
Ein Wort zur Sortierung: die Strecken stehen in der Reihenfolge ihres Umfangs, die größten zuerst: Heroes of Might & Magic 5 mit vierzig Aufnahmen in Originalgröße, dahinter Hitman: Blood Money mit achtundzwanzig, World of Warcraft: The Burning Crusade mit fünfzehn. Das ist keine Wertung, sondern Statistik der Überlieferung: je später eine Strecke entstand, desto wahrscheinlicher haben ihre Dateien überlebt. Die frühen Strecken von 2004 und 2005 sind überproportional oft nur als Vorschaubilder erhalten, weil die Originale schon damals nach kurzer Zeit vom Server rotiert wurden.
Die rechtliche Einordnung, weil die Frage regelmäßig kommt: die Rechte an Spielgrafik liegen bei den jeweiligen Rechteinhabern. Die Dateien sind hier als Beleg zum zugehörigen Beitrag eingebunden; eine eigene Nutzungserlaubnis für Dritte ergibt sich daraus nicht. Wer ein Bild weiterverwenden will, braucht die Freigabe des Rechteinhabers, nicht die dieser Seite.
Für die Einordnung einer einzelnen Strecke helfen drei Angaben, die unter jedem Titel stehen: die Zahl der Bilder, die Nummer der Bildstrecke und der Hinweis, wie viele davon in Originalgröße vorliegen. Die Nummer ist keine Zierde – sie ist die Kennung, unter der die Strecke damals ausgeliefert wurde, und über sie führen die alten Adressen weiter hierher. Wer vor Jahren eine Bildstrecke verlinkt hat, landet also nicht auf einer Übersicht, sondern auf derselben Strecke.
Ein technischer Hinweis zum Ladeverhalten, weil er die Bedienung erklärt: die Vorschaubilder werden erst geladen, wenn sie in Sichtweite kommen, und die Großansicht holt die Originaldatei nach. Auf einer langsamen Verbindung merkt man das als kurze Verzögerung beim ersten Öffnen – danach liegt die Datei im Zwischenspeicher des Browsers. Der Zähler in der Großansicht zeigt, wie viele Bilder eine Strecke hat, damit erkennbar bleibt, ob sich das Weiterblättern lohnt.
Was diese Sammlung ausdrücklich nicht ist: eine Galerie der schönsten Screenshots. Die Auswahl innerhalb einer Strecke stammt von der Redaktion des Jahres, in dem die Strecke erschien, und sie folgte damaligen Zwecken: ein Spielprinzip zeigen, eine technische Neuerung belegen, eine Behauptung im Text stützen. Genau darin liegt der dokumentarische Wert, und deshalb ist auch nichts nachträglich aussortiert worden, was heute unspektakulär wirkt.
Häufige Fragen
Warum sind viele der Bilder so klein?
Weil sie für Seiten gemacht wurden, die auf etwa 1024 Pixel Breite ausgelegt waren, und für Anschlüsse, bei denen jedes Kilobyte zählte. Die Dateien sind die Originale der Redaktion; ihre Größe gehört zum Dokument.
Werden die Bilder nachbearbeitet?
Nein. Keine Hochskalierung, keine Nachschärfung, keine neu berechnete Kompression. Kleine Vorschaubilder werden nur in der Darstellung pixelgenau verdoppelt – ohne Glättung und ohne erfundene Details.
Warum fehlen manche Bildstrecken im Browser?
Er zeigt nur Strecken, deren Bilddateien wiederhergestellt werden konnten. Das Ressort Bildstrecken verzeichnet auch die Strecken, deren Dateien verloren sind, als Bestandsnachweis ohne Bilder.
Funktioniert der Browser ohne JavaScript?
Ja. Jede Strecke bleibt eine gewöhnliche Bildliste, jedes Vorschaubild ist ein direkter Verweis auf die Bilddatei. Das Skript ergänzt nur die Großansicht mit Pfeiltasten-Navigation.