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UFO Aftershock Invasion kann beginnen

Dieser Eintrag hält einen Beitrag der Redaktion fest: ein Test mit dem Titel UFO Aftershock Invasion kann beginnen.

Ein Test dieser Jahre endete mit einer Note und beurteilte die Verkaufsversion. Die Skala war nach oben gestaucht: 70 Prozent galten als schwaches Ergebnis. Gemessen wurde auf der Hardware, die in der Redaktion stand, nicht an einem Standard.

Der Beitrag im Wortlaut

Textstand der Archivierung (2006); Schreibweise und Ansprache sind die des Originals.

Review von Alexander Glup 17. Oktober 2005

UFO: Aftershock Die Invasion kann beginnen!

Der Nachfolger von UFO:Aftermath versucht durch mehr Spielinhalt zu überzeugen. Ob die neuen Features spielerisch Sinn machen und nicht den Spielspaß trüben, erfahrt ihr im Test.

Etwa 50 Jahre sind vergangen, seit die Aliens kamen und die Erde mit der Biomasse an den Rand der Zerstörung gebrachten. Nur einigen wenigen Rebellen war es zu verdanken, dass die totale Vernichtung der Menschheit gestoppt wurde. Das Erbe, was sie hinterlassen haben, kann man aber bis heute nicht als sicher betrachten. Immer noch kämpfen Widerständler gegen Mutanten und Aliens. Aber bereits nach kurzer Zeit, merkt die Menschheit, dass ein viel größeres Übel die Erde heimsuchen wird. Die ersten Aliens waren nur eine Vorhut für die echte Kolonialisierung der Erde.

Nachdem der Spieler das Tutorial abgeschlossen hat, wozu dringend geraten wird, kann auch schon losgelegt werden. Der erste Bildschirm, den man zu Gesicht bekommt, ist ein Raum mit einer großen Weltkugel. Von hier aus plant man seine Einsätze und hat Zugriff auf alle Operationsgebiete, wie Ausrüstung, Forschung, Basenmanagment und Herstellung. Damit man sich als Anfänger nicht allein gelassen fühlt, erhält man auch hier eine kleine Einführung in Form von Hilfetexten. Bevor man allerdings fleißig forschen und herstellen kann, muss man eine Basis auf der Oberfläche haben. Denn die Ausgangbasis, die dem Spieler zu Beginn zu Verfügung steht, ist eine riesige fliegende Untertasse. Diese kann nur von A nach B fliegen und die eigenen Soldaten beherbergen. Zum Glück melden sich bereits gleich am Anfang die ersten Verbündeten aus den Reihen der Menschen von der Erde. Sie bitten um Hilfe und versprechen dem Spieler im Gegenzug eine Operationsbasis in ihrem Gebiet. Eine solche Bitte wird natürlich nicht abgeschlagen und der rote Punkt auf der Weltkugel, welcher zur Mission weist, ist schnell gefunden und angeklickt. Nun noch die Mannen mit Waffen ausrüsten und schon kann die erste Mission beginnen.

Bevor man sich in den taktischen Kampf begibt, kann man sich auf einer 3D-Karte, das Terrain ansehen. Es ist nun auch möglich einen Landepunkt festzulegen, von wo aus die Operation startet. Nun genügt ein einziger Klick und man befindet sich im Kampfgebiet. Auch an dieser Stelle bietet das Interface wieder eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten. Aber auch hier haben die Entwickler an den Einbau der Hilfetexte gedacht, die dem Spieler Schritt für Schritt erklären, was sich hinter den einzelnen Funktionen verbirgt. Der einfache Schwierigkeitsgrad, welcher zu Beginn gefahren wird, lädt hier insbesondere zum ausprobieren ein. Gesteuert wird ganz einfach komplett mit der Maus. Durch die Zeitrafferfunktion kann das Spiel jederzeit beschleunigt werden um längere Wege schnell hinter sich zu bringen. Natürlich kann man das Spiel auch jederzeit verlangsamen oder komplett zum Stillstand bringen um seine Aktionen Punktgenau zu planen. Möglichkeiten für Aktionen werden dem Spieler mehr als genug geboten. So kann man festlegen, ob die einzelnen Soldaten laufen, schleichen oder kriechen, ob sie gezielt oder ungenau, dafür aber schneller, oder mit Einzelschuss oder in Salven feuern sollen. Außerdem kann man durch verschiedene Sichtmodi schalten. So erkennt man in der Line-of-Sight, wie viel ein Soldat von seiner Umgebung wahrnimmt, mit der Psi-Sicht eines Psionikers kann einen Gegner frühzeitig erkannt werden. Hat man schließlich auf die eine oder die andere Weise einen Gegner ausgemacht kann man mit dem Mauscursor über ihn fahren und bekommt so angezeigt, wie hoch die Trefferwahrscheinlich in Prozent für jeden einzelnen Soldaten ist. Durch einen Klick mit der rechten Maustaste gibt man den Feuerbefehl. Was hier relativ kompliziert klingt ist spätestens nach der dritten oder vierten Mission in Fleisch und Blut übergegangen. Ein viel bemängelter Punkt bei dem Vorgänger war das langweilige Missionsdesign. Dies wurde aber beim Nachfolger deutlich aufpoliert. Leider macht sich die Änderung erst im weiteren Spielverlauf bemerkbar. Anfangs greift man nämlich immer auf die drei bis vier gleichen Missionsarten zurück: Gegend säubern, Person retten, Aliens gefangen nehmen oder Verbündete von A nach B eskortieren. Tauchen aber erstmal die ersten verfeindeten Gruppierungen auf, muss auch mal ein bestimmter Punkt eingenommen oder eine Basis erobert werden. Hat man schließlich seine erste Operationsbasis auf der Erde errichtet, erschließt sich das gesamte Potential von UFO:Aftershock. Im Basenmanagment ist es nun möglich die ersten Gebäude zu errichten. Dabei gibt es die Auswahl zwischen Fabriken, Laboren, Weiterbildungseinrichtungen und Verteidigungsgebäuden. Anfänglich stehen nur wenige Gebäude zur Verfügung und man beschränkt sich auf Forschung und Herstellung. Sind die ersten Gebäude errichtet, ist es endlich möglich die erbeuteten Gegenstände und Alienleichen zu untersuchen. Bereits nach kurzer Zeit findet man auch verschiedenste Gegenstände, die man in seinen Fabriken replizieren kann. Natürlich kostet Wissbegierigkeit auch Geld. Die Währung in UFO: Aftershock teilt sich in drei verschiedene Ressourcen auf: „Low-Tech“, „High-Tech“ und Alien-Technologie. Abgebaut werden die Rohstoffe in Minen. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Mine hierbei ein Atomkraftwerk für „High-Tech“ oder ein wirklicher Bergbau für „Low-Tech“ ist. Sehr schnell wird der Spieler feststellen, dass es an allen Ecken und Enden an den drei Rohstoffen mangelt. Hierbei kommt eine weitere Neuerung an die Reihe: die Diplomatie. Im Laufe des Spiels trifft man auf verschiedene Fraktionen. Manche dieser Parteien unterstützen den Spieler im Kampf gegen die außerirdische Invasion, so kann man per Knopfdruck um Ressourcen und Soldaten bitten. Vorsicht ist bei der Benutzung dieses Feature angebracht, bittet man um zuviel Hilfe, ist man ganz schnell wieder auf einem neutralen diplomatischen Level und kann im Notfall nicht auf Hilfe hoffen. Sein Ansehen erhöht man bei seinen Verbündeten auf zweierlei Weise: der einfachste Weg ist durch Transferierung von Rohstoffen. Dies ist besonders nützlich, wenn man von einem Rohstoff mehr als genug im Lager hat und diesen ohne Probleme Erübrigen kann. Der zweite Weg ist etwas komplizierter und zeitaufwändiger. In regelmäßigen Abständen bitten die Verbündeten den Spieler um Hilfe. Hierbei muss immer eine taktische Mission gelöst werden. Vorteil ist aber nicht nur, dass das Ansehen bei den Kampfgefährten steigt, sondern dass das Gebiet in dem die Mission stattfindet automatisch in den Besitzt des Spieler übergeht. Das nicht nur Mutanten und Aliens die erklärten Gegner der jungen Allianz sind, wird sehr schnell klar, wenn die ersten „Kultisten“ auftauchen. Ebenfalls eine Allianz verschiedener Gruppen, die jedoch nicht ganz so noble Ziele verfolgen, wie die eigene Gruppierung. Hier ist keine Diplomatie mehr gefragt, es zählt nur noch, wer schnellst möglichst den anderen auslöschen kann. Ähnliche Fraktionen trifft man im Spiel des Öfteren und nicht jede Bedrohung lässt sich auf die schnelle mit einfachen Mitteln bekämpfen.

Erfreulich zu sehen, dass Altar Interactive viele Fehler der Previewversion ausgemerzt hat. Besonders der ATI-Bug – das Spiel stürzte alle paar Minuten mit Grafikkarten dieser Marke ab – wurde glücklicherweise behoben. Unsere Reviewversion lief anstandslos, nur nach vielen Stunden Dauerspielen verabschiedete sich das Spiel mit einer Fehlermeldung auf den Windowsdesktop. Dies ist aber in den meisten Fällen nicht weiter schlimm, da vor jeder wichtigen Aktion automatisch gespeichert wird. Auch die vielen Clippingfehler im taktischen Modus wurden behoben. Man darf sich nun an der detailverliebten Grafik erfreuen, ohne dass hässliche schwarze Flecken die Landschaft verunstalten. Durch die stufenlose Zoom- und Drehfunktion entgeht dem Spieler kein winziges Detail. Eine eingebaute Physikengine lässt die Gegner oder eigenen Soldaten Abhänge und Abgründe herunterpurzeln bzw. abstürzen. Dies macht Spielerisch auch durchaus Sinn, weil Gegner und eigene Mannen dadurch aus der jeweiligen Schusslinien fallen könnten. Die Synchronstimmen waren in der englischen Version bereits sehr professionell und es macht Spaß ihnen zu zuhören. Für die deutsche Version wird wahrscheinlich noch mal eine Nuance draufgepackt, denn es wurden berühmte Stimmen verpflichtet. Unter anderem das Timbre von John Goodman und Barbara Streisand. Weitere bekannte Sprecher, wie Michael Moore oder David Arquette aus Scream sorgen für zusätzliche Stimmung.