Gewalt nur ein Mittel zum Zweck?
Dieser Eintrag hält einen Beitrag aus dem Bestand der Redaktion fest: ein Artikel , im Archiv seit 2004 nachweisbar, mit dem Titel Gewalt nur ein Mittel zum Zweck?.
Die frühen Artikel standen vor der Aufteilung in eigene Rubriken nebeneinander: Testbericht, Entwicklerporträt und Kolumne in derselben Rubrik. Sie sind länger als die späteren Meldungen und argumentieren stärker aus der Sicht eines einzelnen Autors.
Der Beitrag im Wortlaut
/> Was nun? Auswirkungen oder keine? Psychologen und Pädagogen streiten sich heute noch, ob Ballerspiele sich negativ auf Kinder und Jugendliche auswirken oder nicht. Die einen sagen Ja, die anderen Nein. Zum Beispiel behaupten Dr. Rita Steckel und Dr. Clemens Trudewind, Motivationspsychologen an der Fakultät für Psychologie, dass "unmittelbar durch das Spielen eine emotionale Desensibilisierung" stattfindet. Außerdem wird "ein wichtiger Hemmfaktor für Aggressionen geschwächt". Zusammengefasst heißt das, dass Kinder durch PC-Spiele verrohen. Zwar bezieht sich diese Studie nur auf Kinder, jedoch wird nicht definiert wie alt diese sind. Eine Studie von Manuel Ladas bezeugt das Gegenteil: Hier wurden 2141 Spieler befragt. Aus dessen Fazit geht hervor, dass "die Spieler die virtuelle Gewalt meistens eben nicht moralisch, sondern mehr unter funktionalistischen Aspekten wahrnehmen und sie moralisch klar von 'realer' Gewalt trennen.". Auch geht keine Gefahr von Splattereffekten aus, da sie "die virtuelle Gewalt noch grotesker und irrealer erscheinen lassen". Welcher Studie man nun glauben soll obliegt dem Betrachter, fest steht nur, dass PC-Spieler durch Ballerspiele nicht gleich zum Amokläufer werden, wie die Medien nach dem schrecklichen Vorfall in Erfurt behaupteten. Es spielen einfach mehr Faktoren mit, beispielsweise das soziale Umfeld.