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Erschienen vor

25. Juni 2003

Dieser Eintrag hält einen Beitrag aus dem Bestand der Redaktion fest: ein Artikel , im Archiv seit 2004 nachweisbar, mit dem Titel 25. Juni 2003.

Die frühen Artikel standen vor der Aufteilung in eigene Rubriken nebeneinander: Testbericht, Entwicklerporträt und Kolumne in derselben Rubrik. Sie sind länger als die späteren Meldungen und argumentieren stärker aus der Sicht eines einzelnen Autors.

Der Beitrag im Wortlaut

Textstand der Archivierung (2004); Schreibweise und Ansprache sind die des Originals.

„GTA ist 10.000 mal schlimmer, als das Schlimmste was Michael Jackson einem kleinen Jungen je hätte antun können." - So ein Zitat eines Kolumnisten der NYPost, welcher sich als einer der Ersten gegen GTA: Vice City auslässt. Wir haben den Fall GTA: Vice City für euch komplett neu aufgerollt und zeigen euch was den Machern aus dem Hause Rockstar an den Kopf geworfen wird.

25. Juni 2003 Zwei jugendliche Stiefbrüder, 13 und 16, aus Newport (Tennessee) imitieren GTA: Vice City, schießen 25 mal mit einem Kaliber 22 Gewehr auf vorbeifahrende Autos auf dem Interstate 40 - Highway. Bei dieser Aktion stirbt ein 45-jähriger Mann durch die Schusswunden, eine 19-jährige Frau wird verwundet. Die beiden Schützen wurden schuldig der Gefährdung von Menschenleben sowie des Totschlags gesprochen und in das Jugendgefängnis eingewiesen.

25. Oktober 2003 Nach einer anfänglichen Ruhe um den Fall reagieren die ersten haitianisch–amerikanischen Gruppen innerhalb Miamis. Zum einen der haitianische Stadtrat und zum anderen die haitianischen Amerikaner, sie klagen auf Grund Verletzung der Menschenrechte. Im Spiel soll es Phrasen geben, welche sich ganz klar gegen die Ethik der Haitianer bzw. der Kubaner ausspricht. Die Charaktere im Spiel sollen Äußerungen wie „Kill the haitians“, zu Deutsch „Tötet die Haitianer“, von sich geben. Das Thema erregt zum ersten Mal das allgemeine Aufsehen und spricht sich in der Gamerszene schnell rum. Zahlreiche Newsseiten berichten darüber. Henry Frank, Geschäftsführer des haitianischen Stadtrats, meint: „GTA: Vice City ist eine kulturelle Attacke gegen die Millionen von Haitianern welche innerhalb Amerikas leben“.

9. Dezember 2003 Rockstar „beschneidet“ GTA: Vice City, nachdem erneute Rassismus-Anklagen laut werden. Die angesprochenen Szenen werden restlos entfernt. Wal Mart und Blockbuster beschließen darauf hin, die zensierte Version wieder frei zum Verkauf anzubieten. Daraufhin gehen amerikanisch-haitianische Gruppen erneut auf die Barrikaden.

19. Dezember 2003 In einem Brief an Rockstar Games fordert Mark Gallagher Schadensersatz auf Grund Gedankengutdiebstahls. Als sich Gallagher bei DMA (heute Rockstar Games) bewarb, habe er ein Spiel namens „Crime Inc.“ Als Bewerbungsbeilage hinzugefügt. Dieses beinhaltete ein ähnliches Spielprinzip wie die GTA-Teile sie aufweisen würden. Rockstar stellte ihn nicht ein, behielt aber angeblich die Kopie des Spiels. Vier Jahre später erschien dann der erste Teil der Grand Theft Auto – Serie. In einem Interview mit Brian Baglow, welcher zu DMA-Zeiten am ersten Teil werkelte und dort angestellt war, verneint Gallaghers Aussage. Er wundert sich außerdem darüber, dass er erst jetzt, ganze sechs Jahre später, mit dieser Beschwerde herausrückt.

15. Januar 2004 Der Verkauf bzw. die Vermietung von Videospielen an unter 18-jährige wird durch die GTA-Affäre in Nord-Miami verboten. Nur mittels einer schriftlichen Erlaubnis der Eltern dürfen Jugendliche in Shops die Spiele erstehen. Dies bedeutet, dass auch